Live-Übertragung der Montagsakademie aus Graz

27.03.2017

Teilnehmer Montagsakademie


Leitthema 2016/2017: „Krisen - Ängste, Solidarität, Vernunft?“

Krisen scheinen derzeit allgegenwärtig. Sie liefern zwar Anstöße für notwendige Veränderungen, lösen aber zunächst meist Ängste aus. Inwieweit sind solche Ängste wissenschaftlich begründbar? Wie können und sollten aufgeklärte Gesellschaften auf Krisen reagieren? In ihrem aktuellen Programm spannt die Montagsakademie einen thematischen Bogen von Krisen in den Beziehungen zwischen Mensch, Natur und Technik, über Krisen in Religion, Politik und Gesellschaft bis hin zur (solidarischen) Verarbeitung von Krisen und Ängsten in der Gesellschaft und den Medien.


8. Vortrag: Krise - wissenschaftstheoretisch und -historisch betrachtet

Univ.-Prof. Dr. Simone De Angelis,
Zentrum für Wissenschaftsgeschichte, Universität Graz

Montag, 27. März 2017, 19.00 Uhr im MAXOOM


Zum Vortrag:
Wenn Ökonomen heute Umweltprobleme oder soziale Ungerechtigkeit als Ursachen der Krise ausmachen, so beziehen sie den Begriff der Krise einmal auf die Analyse von Problemen und einmal auf die Beschreibung von Ereignissen. Woher kommt der Begriff der Krise eigentlich, was bedeutet er ursprünglich und weshalb bedarf die ›Krise‹ immer auch eines Beobachters? Wie kam es dazu, Soziales über die Form der Krise zu beobachten und warum wurde die Krise als strukturelles Signum der Neuzeit bezeichnet? An diese und andere Fragen möchte der Vortrag aus theoretisch-konzeptueller und wissenschaftshistorischer Sicht herangehen, auch um zu zeigen, welche​ Wissenschaftsprozesse im Verhältnis von Natur und Gesellschaft im Hintergrund stehen, wenn wir heute von Krise sprechen.


Zur Person: 
Forschungsschwerpunkte: Wissenschaftsgeschichte, Geschichte der Medizin, Historische Epistemologie, Methodik der Wissenschaftsgeschichte, Geschichte und Philosophie der Wissenschaften, Studien zur Erforschung der europäischen Aufklärung und der Renaissance, Wissenschafts- und Kulturbeziehungen zwischen Italien und Deutschland im 19. und 20. Jahrhundert

Die Teilnahme an dieser Veranstaltung ist kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Bei einer Teilnahme an mind. 75% der Termine wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt.

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